Stallwächterparty in Berlin

Der baden-württembergische Ministerpräsident lädt jedes Jahr am ersten Donnerstag im Juli zur traditionellen Stallwächterparty in die Landesvertretung Baden-Württemberg nach Berlin ein.

Ursprünglich sollte damit kurz vor der Sommerpause allen Mitarbeitern, die das Land Baden-Württemberg in Berlin vertreten, gedankt werden.

Was im Sommer 1964 in Bonn bescheiden und bodenständig begann, ist inzwischen zu einem Megaevent im Berliner Veranstaltungskalender geworden.

Schon in den Jahren vor dem Regierungsumzug nach Berlin platzte die Party aus allen Nähten. Aus ursprünglich 60 bis 80 Gästen wurden viele Hundert, das beliebte Sommerfest war eine organisatorische und gastronomische Herausforderung erster Güte geworden. Das galt umso mehr am neuen Standort Berlin. Hier kam die Konkurrenz zahlreicher Veranstaltungen von Verbänden, Unternehmen und Wohlfahrts-Organisationen dazu, von den übrigen gesellschaftlichen oder kulturellen Highlights in der Millionenmetropole zu schweigen.

Gefeiert wird mittlerweile in und vor den Räumen der Landesvertretung mit nahezu 2.000 Gästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft.

Die Landesberufsschule für Hotel- und Gaststättenberufe wird seit bereits fünf Jahren zur Unterstützung des Service dazu engagiert.

60 Schülerinnen und Schülern des dritten Ausbildungsjahres fahren mit Lehrerinnen und Lehrern aus Tettnang für drei Tage nach Berlin, um dort professionell und hoch motiviert das Land Baden-Württemberg gastronomisch zu vertreten und zu unterstützen.

Von Mittwoch bis Freitag ist das Team in Berlin, neben Stadtführung, Besichtigung des Parlaments und Gesprächen mit einem Abgeordneten des Bundestages ist der Service-Einsatz am Donnerstag von 15:00 Uhr bis 01:30 Uhr die Hauptaufgabe und Hauptattraktion für die Schüler.

Die persönliche VIP-Betreuung von Ministerpräsident Kretschmann, Kanzlerin Merkel und anderen namhaften Gästen, sowie die Sorge um das leibliche Wohl aller geladenen Gäste sind die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler.

Mit Stolz, Bravour und großem Erfolg endet dieses Projekt am Tag darauf mit der Rückfahrt nach Tettnang, wo der Schulalltag wieder wartet.